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Meine Freunde
Ich habe keine Freunde, ich habe Beziehungen
Ein heikles Thema. "Danke an Mami, Papi, meine Züchterin und die zwei, die mir Keks und Kuttel geben." An Freundlichkeiten ist das genug. Fürs Erste. Ich komme mit allen gut aus.
Aber gleich Freund sein? Naja. Ich gebe gern die Supertussi. Sabbere anderen Hunden und sonstigem Gesocks schon mal das Maul ab. Kann ja sein, dass was Leckeres drin war. Das schadet nie.
Im Grunde meines Herzens geht's mir um mein Netzwerk: Typen, die mir Keki liefern. Junkies sind so.
Schön und gut - ich bin bestechlich
Habe mal gehört, ich hätte einen ausgeprägten "Willen, zu gefallen". Wer hat denn diese hölzerne Übersetzung geliefert? "Will to please" klingt um Häuser cooler. Was ich sagen will:
Hier herrscht Irrtum. Glaubt ihr wirklich, ich will irgendwem gefallen? Ich will, was ich brauche: Zuwendung, Aufmerksamkeit, Unterhaltung, Nahrung. Und dafür mach ich fast alles. Außer Ohren herzeigen
und Krallen schneiden. Wenn's ein Motto gibt, heißt das: "Way to Keks", nicht "Will to Please".
Hunde sind Hunde. Ganz einfach.
Ich kenne zwei Typen von Hunden: wirkliche Freunde und jene, die nur auf den schnellen Sex aus sind. Die können mir gestohlen bleiben, aber sowas von. Wahre Freunde ticken anders. Bei den Zicken
ist's auch nicht leicht. Ich unterscheide nur wilde Schrapnellen und unterwürfige Schleimerinnen. Die Boys liegen mir mehr. Zumindest die meisten.
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